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Erstmals in Urkunden erwähnt wird das Schloss Goldenberg im Jahre 1248 als Sitz der Herren von Goldenberg, eines «kyburgischen Dienstmannengeschlechts». Mitte 15. Jahrhundert übernahm das Rittergeschlecht Gachnang das Anwesen. Es heisst, dass nach einem Brand «der hoch gemuret Turm allein davonkam». 1577 ging der Besitz an die Zürcher Ratsherrenfamilie Holzhalb von Zürich. 60 Jahre später war das Schloss in den Händen von Oberst Kaspar Schmid aus Zürich. Dessen Enkel, Junker Kaspar Schmid, kaiserlicher Generalfeldwachtmeister, «das Schloss gar schön herstellen liess». Ein Nachkomme verkaufte es 1765 mit der Auflage des Wohnrechts auf Lebzeiten an Abraham Brunner, Färber aus Winterthur. Brunner versuchte diesen zu beseitigen und wurde dafür des zürcherischen Gebietes verwiesen. 1773 folgte Georg Ulrich Biedermann, der das landwirtschaftliche Gut ausbaute. 1823 erwarb der begüterte Engländer Jakob van Matter das Schloss, der als grosszügiger Spender galt. Es stand nach seinem Tode 1836 eine Zeitlang leer. Nach dem Verkauf 1878 wechselte es häufig den Besitzer und war kurze Zeit gar Kuranstalt. Am 5. Mai 1893 erwarb Arnold Vogel zum Rechberg in Zürich das Schloss Goldenberg. Es ist noch heute in den Händen seiner Nachkommen, der Familie Kindhauser-Vogel.

Die heutige Winzer-Generation auf Schloss Goldenberg kann auf eine Weinbautradition von über 110 Jahren zurückblicken. Arnold Vogel erweiterte den prächtigen Rebberg, der schon im Mittelalter den Schlosshügel umrahmte. Den jungen Wein lieferte man damals ab Presse mit Ross und Wagen fassweise an Restaurants bis nach Zürich. Auch das Spital Winterthur bezog Wein zur schnellen Genesung der Kranken. 1958, ein Jahr nach der Heirat von Enkelin Lilly Vogel und Heinrich Kindhauser, wurde gemeinsam mit Vater Heinrich Kindhauser-Arbenz zum Löwen Andelfingen die Heinrich Kindhauser AG gegründet. Weinfässer und weiteres Inventar für die Weinproduktion wurden vom Gasthof Löwen auf den Goldenberg gezügelt. Heute führen die beiden Söhne Heiner und Ueli Kindhauser das Weingut erfolgreich weiter. Sie verfeinern die Kunst des Rebbaus und der Weinpflege Schritt um Schritt. Die Verbindung von traditioneller Vinifikation und moderner Technik ist ihr Erfolgsrezept.

Lohneinträge zur Weinlese 1893
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Arnold Vogel-Koller, Besitzer ab 1893
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Harry Vogel-Buhofer, 1935
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Weinfuhre nach Zürich, 1920
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Heinrich Kindhauser-Arbenz mit Sohn, 1947
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| Lilly und Heinrich Kindhauser-Vogel, 1980 |
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